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Konferenz „Zeit zu Evaluieren – Wie steht es mit dem Gemeinsamen Arbeitsmarkt?“

Über die Zukunft unseres gemeinsames Arbeitsmarkts (Slowakei und Österreich)

Die Abschlusskonferenz „Zeit zu Evaluieren – Wie steht es um den gemeinsamen Arbeitsmarkt?“ im Rahmen des Projekts, „Arbeitsmarkt+“ fand am 25. Februar 2014 im Stadtmuseum Bratislava statt und stellte einen interessanten Austausch über die Zukunft des österreichisch – slowakischen Arbeitsmarkts dar.

Der Präsident der Konföderation der slowakischen Gewerkschaftsbünde (KOZ SR) Jozef Kollár präsentierte kurz das Projekt und sprach von den Erfolgen, die dadurch erzielt wurden.
Dr. Marián Cipár, Direktor der Sektion für die regionale Entwicklung des Kreises Trnava, konstatierte durch die Vorstellung sämtlicher Projekte, dass auch Kreise “smart” sein können, in dem sie mit allen Ressourcen nachhaltig und verantwortungsvoll umgehen.

Dass die Gewerkschaften einer der wichtigsten Instrumente des sozialen Friedens sind, behauptete der Bürgermeister von Bratislava Milan Ftáčnik in seiner Rede. Er betonte, wie bedeutend es sei, die Rechte der ArbeitnehmerInnen zu schützen, sodass der Wirtschaftsraum Österreich-Slowakei auch ein Sozialraum ist.

In seinem Keynote Speech, „Sozialpartnerschaft über die Grenzen hinweg – gemeinsame Zukunft, gemeinsamer Arbeitsmarkt?“ betonte ÖGB-Präsident Erich Foglar, dass der Sozialraum nur funktionieren kann, wenn der Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping aufrecht bleibt.

Über die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt berichteten Jaroslav Šumný von KOZ SR und Dr. Johannes Kopf, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Österreich. In diesem Teil der Konferenz wurde u.a. berichtet, dass die Zahl der unselbständig Aktivbeschäftigten um rund 38.000 Personen im Jahr 2015 ansteigen wird.

Im Roundtablegespräch wurden die Art und Anzahl der Schwarzarbeit-Kontrollen in den Betrieben in österreichischen und slowakischen Behörden verglichen. Die KollegInnen äußerten auch den Wunsch, eine engere Kooperation zwischen den beiden Nachbarländern einzugehen. Dadurch, dass das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping relativ neu ist, waren sich alle TeilnehmerInnen am Podium einig, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit weiterentwickelt werden müssen, wie z.B. durch Erhöhung des Personals, das die Kontrollen durchführt.

Alle TeilnehmerInnen der Konferenz waren sich einig, dass die Mobilität einerseits für die ArbeitnehmerInnen, andererseits für die Wirtschaft gut ist. Dadurch wird den ArbeitnehmerInnen ermöglicht, in anderen Ländern einen Arbeitsplatz zu finden und den ArbeitgeberInnen bei der Besetzung von Stellen auf einen größeren Pool potenzieller MitarbeiterInnen zurückzugreifen. Die Mehrheit der EU-BürgerInnen ist davon überzeugt, dass die Wirtschaft ihres Landes von der Personenfreizügigkeit profitiert. Aber diese Mobilität soll nicht zu Missbrauch führen – sonst verlieren alle in der gemeinsamen Region.

 

 



 

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